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Grußwort

 
 

Einladung und Grußwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Freunde und Förderer der Deutschen Gesellschaft für Urologie,

die 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie wird vom 26. – 29. September 2012 zum ersten Mal in Leipzig stattfinden und ich möchte Sie herzlich einladen, daran teilzunehmen. Leipzig, traditionell als Handels- und Messestadt bekannt, wurde durch die friedliche Revolution im Herbst 1989 zum Katalysator der Wiedervereinigung Deutschlands und steht dafür, dass schier Unmögliches erreicht werden kann, wenn der gemeinsame Wille zum Besseren stärker ist als individuelle Partikularinteressen und Proporzdenken, - eine Maxime, die auch für uns Urologen in Klinik und Praxis gelten muss!


Obwohl die demographische Entwicklung unser Fachgebiet begünstigt, werden wir nur dann konkurrenzfähig bleiben, wenn es gelingt die wissenschaftliche Expertise zu behaupten und eine nachvollziehbar qualitativ hochwertige Versorgung unserer Patienten sowohl operativ als auch medikamentös-konservativ zu gewährleisten. Dazu bedarf es grundlegender Veränderungen in der studentischen Aus- und fachärztlichen Weiterbildung, wenn wir europaweit nicht den Anschluss an die Spitzengruppe verlieren wollen.
Unter dem Motto: „Wissenschaft, Fortschritt, Leben“ gilt es, Talente zu gewinnen, frühzeitig zu fördern und auch die in der Wissenschaft tätigen Kollegen auf eine solide finanzielle Plattform zu stellen die sich mit einer langfristigen Lebensplanung vereinbaren lässt. Die nicht mehr aufzuhaltende Subspezialisierung auch auf operativen und konservativen Gebieten in unserem Fach erfordert ein gleichberechtigtes Nebeneinander wie es z.B. in den USA seit langem möglich ist und fordert damit auch eine stärkere Verzahnung und Kooperation zwischen Klinik, Praxis und anderen Fachdisziplinen.    

Überernährung und mangelnde Bewegung sind die großen medizinischen Herausforderungen unserer westlichen Gesellschaft. Mit dem Wissen, dass das Metabolische Syndrom mit Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen und nicht zuletzt der Induktion von Malignomen unser Leben bedroht, muss auch für uns Urologen der Fortschritt darin bestehen, sinnvolle Konzepte der Primärprävention anzubieten, um Steinleiden, Erektionstörungen und Probleme der Harninkontinenz auf dem Boden diabetischer und neurodegenerativer Erkrankungen so gering wie möglich zu halten. Die organerhaltende Nierentumorchirurgie hat gezeigt, dass die größtmögliche Schonung von funktionierendem Nierenparenchym auch unter onkologischen Gesichtspunkten das Leben verlängern kann. Der Wunschtraum einer molekularbiologisch gesteuerten, individualisierten Therapie darf chirurgische Expertise nicht vergessen lassen! Beide Bereiche werden mit Sicherheit auch Themen dieses Kongresses sein.


Auch allen anderen Facetten des großen urologischen Spektrums, wie der Andrologie, der Urogynäkologie, der Kinderurologie und der Nierentransplantation wird ausreichend Raum gewidmet. Bewährte Programme der zertifizierten Fort- und Weiterbildung für Kliniker und Niedergelassene Kollegen werden das Programm abrunden.


Leipzig bietet mit dem hochmodernen und architektonisch interessanten Messegelände einen idealen Rahmen für unseren Kongress und die fußgängerfreundliche und überschaubare Innenstadt lädt mit ihren Höfen und Passagen zum Bummeln ein. Geist, Kultur und Kommerz lassen sich in idealer Weise verbinden.


Meine Mitarbeiter und ich werden alles daran setzen, damit Sie Leipzig in guter Erinnerung behalten.


Mit besten Grüßen

Ihr

 

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan C. Müller